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2. staatsexamen jura

Das Jurastudium beschreibt umgangssprachlich das Studium der Rechtswissenschaft. Der Begriff Jura leitet sich vom lateinischen Wort iura (die Rechte) ab. Das Jurastudium zählt in Deutschland zu den gefragtesten Studiengängen und eröffnet mit dem Abschluss des 2. Staatsexamen Jura den Zugang zu den angesehenen Berufen Richter, Notar oder Anwalt.

Informationen zum Studium der Rechtswissenschaften

Das Jurastudium mit Staatsexamen ist hierzulande ausschließlich an den Universitäten möglich, wobei die Zugangsvoraussetzungen für diesen Studiengang das Abitur sowie die fachgebundene Hochschulreife bilden. Im Bundesland Brandenburg besteht zudem die Möglichkeit, auch mit der Fachhochschulreife ein Examensstudium der Rechtswissenschaften zu absolvieren. Die Fachhochschulen bieten teilweise auch den Zugang für beruflich qualifizierte Personen ohne Hochschulreife.

Die Dauer des Jurastudiums beträgt meist neun Semester und wird mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Das Jurastudium zählt somit zu den längsten Studienfächern. Nach Abschluss des 1. Staatsexamens folgen das Referendariat und das 2. Staatsexamen. Die gesamte juristische Ausbildung wird wie folgt gegliedert: 4 Semester Grundstudium, 5 Semester Hauptstudium mit Schwerpunktstudium, 1. Staatsexamen, 2 Jahre Referendariat, 2. Staatsexamen.

Die jeweiligen Inhalte des Studiums unterscheiden sich zwischen den Prüfungsordnungen der jeweiligen Universität und je nach Bundesland, wobei insbesondere die Möglichkeiten im Schwerpunktstudium voneinander abweichen. Die mündliche Prüfung ist im zweiten Staatsexamen mindestens genauso wichtig wie im ersten Staatsexamen, vielleicht sogar noch etwas wichtiger, da diese mit bis zu 40 Prozent in die Gesamtnote einfließt, ohne dass dieser Gesamtnoten-Anteil noch durch eine Schwerpunktnote verwässert wird.

Prüfung zum zweiten Staatsexamen

Die mündliche Prüfung im Rahmen des zweiten Staatsexamens findet üblicher Weise einige Monate nach den schriftlichen Prüfungen statt. Die Prüfungskandidaten erhalten einige Wochen vor dem Prüfungstermin die Ladung, wobei erst zu diesem Zeitpunkt sind die Namen der Prüfer bekannt gegeben werden. Die Noten der Klausuren erhalten die Kandidaten bereits zu einem früheren Zeitpunkt, etwa drei Monate nach den Klausuren.

Die Prüfung selbst umfasst neben dem Aktenvortrag auch ein Prüfungsgespräch, das sich in die Teile Strafrecht, Zivilrecht und öffentliches Recht gliedert. Der Vortrag kann aus diesen drei Rechtsgebieten und auch zusätzlich aus dem Arbeitsrecht stammen. Über das entsprechende Rechtsgebiet des Vortrags werden die Kandidaten mit der Ladung informiert.

Das 2. Staatsexamen wird nach den bundesweit einheitlichen Regulierungen von den einzelnen Bundesländern durchgeführt und umfasst von im Saarland 7 bis in Bayern 11 Klausuren sowie eine mündlichen Prüfung. Der Schwerpunkt liegt hinsichtlich des zweiten Staatsexamens stärker auf der aktuellen Rechtsprechung. Mit dem erfolgreichen Abschluss des 2. Staatsexamens können sich die Absolventen als Volljuristen bezeichnen und dürfen als Richter, Anwalt oder auch als Notar tätig werden.

Hervorragende berufliche Aussichten

Als Volljurist mit der Befähigung zum Richteramt, die auch Voraussetzung zur Zulassung als Rechtsanwalt ist, können sich nur diejenigen Studierenden bezeichnen, die nach einem ca. zweijährigen Rechtsreferendariat auch das zweite Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen haben. Das 2. Staatsexamen Jura wird auch als großes Staatsexamen oder Assessorexamen bezeichnet.

Aufgrund der vielversprechenden und vielseitigen beruflichen Möglichkeiten und Karriere-Chancen als Anwalt, Richter oder Notar mit eigener Kanzlei erfreut sich das Studium der Rechtswissenschaft einer großen Popularität und wird von nahezu allen Universitäten angeboten. Neben dem Studium an der Universität kann das Jurastudium auch an privaten Hochschulen absolviert werden.

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